Aktuelles Pressemitteilung

Ladehemmung überwinden – pragmatischer Umgang mit dem Wolf

Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Dresden hat sich die JU Mecklenburg-Vorpommern für eine härtere Gangart im Umgang mit dem Wolf eingesetzt.

Derzeit leben mehr als 600 Wölfe in Deutschland – Tendenz steigend. Bereits für das Jahr 2026 prognostizieren renommierte Zoologen einen Bestand von 4000 Wölfen, dabei sind Jäger und Weidetierhalter schon heute angesichts der unzähligen Wolfsübergriffe auf ihre Nutztiere überfordert. Gleiches trifft auch auf die finanziellen Mehrbelastungen zu, welche den Nutztierhaltern trotz staatlicher Förderung entstehen. In einer Kulturlandschaft wie der unseren sind jedoch gerade die legitimen Nutzungsinteressen genau dieser Betroffenen hinsichtlich der Akzeptanz des Wolfs maßgeblich. Maßnahmen zur Prävention, wie etwa elektrische Wolfszäune, erwiesen sich nicht nur als kostspielig, sondern auch als vielerorts ineffektiv. Stattdessen erfolgt weiterhin eine ungebremste Ausbreitung des Wolfs auf Kosten unzähliger Weidetiere sowie vieler wild lebender Arten. Mit Blick auf die Entwicklung in den kommenden Jahren erfordert es deshalb mehr Pragmatismus für eine weitsichtige Bewirtschaftung der Wolfspopulation, die Belange des Naturschutzes mit den Interessen der Landbevölkerung und Landnutzer vereint.

Deshalb haben wir uns gemeinsam mit den Landesverbänden Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt Niedersachsen und dem Saarland folgende 4 Forderungen aufgestellt:

  1. gleichberechtigte Einbeziehung der Interessen von Landwirten, Nutztierhaltern und Jägern beim Wolfsmanagement unter naturschutzfachlichen Aspekten
  2. Überführung des Schutzstatus des Wolfs von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie durch konkrete Initiativen der Bundesregierung gegenüber der EU-Kommission, um wirklich ein praxistaugliches Wolfsmanagement etablieren zu können, ohne den günstigen Erhaltungszustand der Art zu gefährden
  3. Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht, wobei Wolfsvollschongebiete (z.B. ehemalige Truppenübungsplätze) von den Ländern festgelegt sowie Schon- und Jagdzeiten von Bund und Ländern geregelt werden
  4. unbürokratische Entscheidungswege bei der Entschädigung von Landwirten und Nutztierhaltern sowie klare Regelungen bei der Entnahme von Problemwölfen auch außerhalb der Jagdzeiten, etwa dann, wenn Herdenschutzmaßnahmen überwunden werden, die einem definierten Mindeststandard entsprechen – wo dieser Mindestschutz bereits erstmalig überwunden wird, müssen Entnahmen möglich sein.

 

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