Pressemitteilung Uncategorized

JU Ludwigslust-Parchim fordert konsequenteren Umgang mit dem Wolf

Die Junge Union Ludwigslust-Parchim fordert, angesichts der stark zunehmenden und unkontrollierten Ausbreitung des Wolfs, die sofortige Einführung einer Wolfsverordnung in Mecklenburg-Vorpommern. „Die steigenden Wolfsbestände und die damit einhergehende steigende Anzahl an Schäden sowie die steigenden finanziellen Aufwendungen für Schadensersatzzahlungen von Rissen und Förderungen von Präventionsmaßnahmen mit öffentlichen Geldern, machen es dringend erforderlich, einheitliche Maßnahmen festzuschreiben,“ so JU-Kreisvorsitzender Lukas Jessel am Sonntag in Boizenburg. „Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern 64 Weidetiere getötet, 20 weitere Tiere wurden verletzt. Tendenz steigend. Durch den steigenden Wolfsbestand ist das heimische ökologische Gleichgewicht in Gefahr. Während das heimische Damwild vertrieben wird, steigt die Zahl der Übergriffe auf Weidetiere und damit die Ausgaben von Steuergeldern für Entschädigungs- und Präventionszahlungen. Die bislang eingeführten Schutzmaßnahmen stellen die Weidetierhalter aufgrund der großen Flächen vor eine enorme zeitliche Belastung. Gleichzeitig bieten diese Maßnahmen keinen vollständigen Schutz, da die Wölfe sich anpassen. Vorfälle in Brandenburg haben gezeigt, dass Wölfe in der Lage sind, Schutzzäune zu untergraben. Schutzjagden nach skandinavischem Vorbild dürften als letztes Mittel deshalb kein Tabu mehr sein. Eine praxistaugliche Wolfsjagdverordnung, die in Abstimmung mit den Naturschutz- und Jagdbehörden sowie den betroffenen Weidetierhaltern entwickelt wird, sehen wir daher als unumgänglich.“

Die Junge Union Ludwigslust-Parchim fordert die Landesregierung daher auf, den rechtlichen Weg für konsequentere Maßnahmen zu ebnen. So soll die Landesregierung in einer Wolfsverordnung Tatbestände definieren, die zu einer zügigen und gezielten Entnahme von den Wölfen führt, die sich wiederholt bewohntem Gebiet nähern und die wiederholt problematisches Verhalten gegenüber Nutz- und Weidetieren zeigen. Weiterhin fordern wir, dass es betroffenen Tierhaltern ermöglicht wird, bei nachweislichen Schäden durch den Wolf im Wiederholungsfall, trotz eingehaltener Schutz- und Präventionsmaßnahmen, eine gezielte Schutzjagd zu beantragen. Bei eindeutiger Sachlage, muss die zuständige Behörde in der Lage sein, lokale Jäger mit der Entnahme zu beauftragen. Als Ausgleich und zum Zwecke der Arterhaltung bestünde die Möglichkeit Wolfsvollschongebiete auf ehemaligen Truppenübungsplätzen zu errichten.

zum Antrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*